Besteigung bei Nacht: Der Dicke Heinrich zu Zschopau
Was tut man nicht alles, um zu interessanten Fotos zu gelangen: Der Dicke Heinrich auf Schloß Wildeck will erst einmal bestiegen werden. Mit seiner Höhe von 31 Metern (11 Meter im Durchmesser) ist der typische Vertreter mittelalterlicher Bergfriede über 144 Stufen im Inneren zu erklimmen.
Am Samstag, den 25. August bot sich nun die Gelegenheit, dies im Rahmen des 13. Schloß- und Schützenfestes einmal bei Nacht zu tun – und zwar von 22:00 bis 24:00 Uhr. Zunächst diente ein Schoppen Rotwein dazu, einerseits die Energiebilanz zu verbessern, andererseits möglichen Mißbefindlichkeiten vorzubeugen…
Dann noch einmal durchgeatmet und der Aufstieg konnte beginnen. Ich kann versichern, dass die Treppen mehr geächzt haben, als ich. Und ich wunderte mich, als ich einige Jüngere im oberen Drittel sichtlich und hörbar erschöpft in den Geländern “hängen” sah. *grins*
Zumindest war ich schneller als erwartet “oben” und konnte die Tür zum Aussichtsplat
eau aufstoßen. Die milde Sommernacht begrüßte mich mit einem warmen Windzug – Zschopau lag mir zu Füßen. Leider werden in der Kreisstadt – einmal abgesehen von den Feiern im Schlosshof – die Bürgersteige beizeiten hochgeklappt, so dass die Stadt schon ziemlich im Dunklen lag und viele Örtlichkeiten nur erahnt werden konnten.
Aber mit entsprechend langer Belichtungszeit konnte sprichwörtlich Licht ins Dunkel gebracht werden und es entstanden doch noch ein paar interessante Aufnahmen, wie dieses Foto mit Blick auf den Zschopenberg.
Beim Abstieg nahm ich mir dann die nötige Zeit, um noch ein paar Schnappschüsse aus dem Innenbereich des Turmes zu machen. Mein Fazit: Wer Zschopau einmal einen Besuch abstattet, sollte den Dicken Heinrich nicht ignorieren. Die Rundumsicht über die Stadt entlohnt auf jeden Fall für die kleine Mühe des Aufstiegs.
Die ganze Fotogalerie vom Dicken Heinrich und dem 13. Schloß- und Schützenfest ist wie immer nur einen Mausklick von hier entfernt…