Hasta (l)a Vista – auf ein Neues (Betriebssystem) Teil III

3. August 2007 um 15:26 Uhr

Tag 3

 

Die erste Ernüchterung: Plötzlich (und nicht auf eine bestimmte Änderung im System zurück zu führen) geht das I-Net als Nutzer nicht mehr. Weder mit Mozilla noch mit dem MS-eigenen Internet Explorer gelingt ein Zugang. Als Admin hingegen funktioniert das weiterhin reibungslos.

Also flugs ein Griff in die Trickkiste und einen neuen Nutzer angelegt, diesen die Admin-Einstellungen übertragen und als Nutzer 2 eingeloggt. Doch auch hier Fehlanzeige: Auch mit diesem Account gelingt keine Online-Verbindung.

Was – nach einem Tag Probierens und Tüftelns – bleibt, ist der Support von Fujitsu Siemens. Nach dem üblichem Prozedure am Telefon dann endlich ein Ansprechpartner, der letztendlich (der Tipp mit dem neuen User kam auch) nur einen Vorschlag hatte: Vista neu installieren.

Das konnte es sicher nicht gewesen sein, dachte ich mir. Und verschob die Entscheidung um einen Tag…

Hasta (l)a Vista – auf ein Neues (Betriebssystem) Teil II

2. August 2007 um 15:04 Uhr

Tag 2

Inzwischen sind alle für die Arbeit wichtigen Programme installiert, die wichtigsten Plugins eingerichtet und der PC macht unter Vista dass, was er soll – arbeiten.

Natürlich fallen zunächst im Vergleich mit den vorhergehenden Versionen von Windows die optischen Veränderungen auf. Die Transparenz der Rahmen und die Deckungskraft der sogenannten Minianwendungen (dazu gehören beispielsweise Kalender, CPU-und RAM-Auslastung, aktuelle Meldungen, Notizblock etc., die am rechten Rand vertikal angeordnet werden) sind eher Spielereien (Microsoft nennt dies vornehm „Windows Aero“) – die animierte 3D-Ansicht aller geöffneten Applikationen erscheint nur anfangs als solche: Schnell gewöhnt man sich an die Nutzung dieser Hilfe, die einem stets den schnellen Überblick erlaubt.

Da am PC ein 22“ Widescreen angeschlossen ist, bleibt genügend Platz auf dem Bildschirm, um alle wichtigen Elemente sinnvoll anzuordnen. Doch noch – wie im Bild zu sehen, ist der Desktop leer und aufgeräumt…

Bei der Installation weiterer Programme gibt es positive und negative Erfahrungen. Einerseits laufen auch viele kleinere Programme und Tool problemlos, die eigentlich nicht für Vista ausgezeichnet waren. Andererseits fallen ein paar Programme durchs Raster, die – wie z.B, Starmoney ein (kostenpflichtiges) Update verlangen oder die gegenwärtig unter Vista (noch) nicht laufen.

Hasta (l)a Vista – auf ein Neues (Betriebssystem) Teil I

1. August 2007 um 13:42 Uhr

Eigentlich hatte – so hatte ich mir vorgenommen – wollte ich nie in die Rolle eines Softwaretesters schlüpfen. Die Erfahrungen der vielen Jahre im Bereich Computer und Software haben mir immer wieder bestätigt, dass hier der Gorbatschow-Spruch „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ gerade nicht gilt: Ein spätes Update bei Programmen allgemein und bei Betriebssystemen im besonderen half bislang, größere Enttäuschungen zu vermeiden und reduzierte den Stressfaktor gewaltig. Und aus diesem Grund sollte auf meinem neuen PC auch nicht das (vorinstallierte) Vista, sondern das erprobte Windows XP zu Einsatz kommen. Eigentlich.

Es kam, wie es kommen musste: Die Neugierde obsiegte. Nein – es war nicht die Bequemlichkeit, wie manch einer vielleicht vermutet. Denn die Entscheidung für Vista bedeute auch, dass alle Software neu eingerichtet werden musste, sämtliche Treiber, liebgewordene Plugins und hilfreiche Tools aufs Neue gesucht bzw. aktualisiert und eingespielt werden mussten. Schließlich sollte ein sauberes Betriebssystem genutzt werden, die über Jahre mitgeschleppte Registry mit einer Vielzahl rudimentärer Reste wollte ich bei dieser Gelegenheit gleich mit los werden.

Tag 1

Der Rechner, ein Fujitsu Siemens namens SCALEO Ha 2530, bestückt mit einem AMD Athlon 64 X2 Dual Core 5000+, 2 GB RAM, einer Radeon X1650 Grafikkarte sowie einer 320er Festplatte, wurde erstmalig in Betrieb genommen. Laut und beeindruckend fauchte der Lüfter, aber nur, um kurz zu zeigen, was er im Bedarfsfall zu leisten vermag. Schnell wurde die Geschwindigkeit wieder herunter geregelt und übrig blieb ein kaum wahrnehmbares sonares Summen.

Bild: Die Einrichtungsroutine, die man im Idealfall nur einmal zu Gesicht bekommt – nämlich beim ersten Einschalten des Computers, auf dem Windows Vista Home Premium vorinstalliert war.

Der mit dem PC benutze 22“ Widescreen wurde gleich von Beginn an ordentlich angesteuert, wobei ein Procedure an Installations- und Einstellungsroutinen quasi automatisch ablief. Nach einiger Zeit war ich dann im Eingabebereich der Daten (Rechnernamen etc.) und legte zunächst als Admin einen Nutzer an. Dies ist ähnlich Windows XP – der Nutzer hat eingeschränkte Rechte und als solcher sollte man dann auch online gehen.

Installiert war das Norton Sicherheitspaket, das vom Virenscanner bis zur Firewall das komplette Sicherheitspaket enthielt. Vista selbst war intuitiv bedienbar und hinterlies von Beginn an ein gutes Gefühl. Die einzelnen Schritte wurden relativ gut erläutert und so dauerte es auch nicht lange, bis sich PC und Router – im konkreten Fall ein Speedport 700V der Telekom verstanden und das Surfen im Web beginnen konnte.

Relativ einfach war es auch, den hauseigenen Internet Explorer durch den lieb gewordenen Firefox zu ersetzen, wenngleich nicht auf Anhieb alle Verknüpfungen zum IE gekappt werden konnten: Einige Programme ignorierten den neuen Standardbrowser und wollten weiterhin nur mit dem IE ihre Aufgabe erfüllen.

Ohne Probleme war es möglich, als Nutzer (daher mit eingeschränkten Rechten zur eigenen Sicherheit) online zu gehen. Der erste Tag und damit der erste Kontakt mit Windows Vista war somit recht zufrieden stellend. Performance, Übersichtlichkeit und Handling hinterließen einen guten Eindruck. Doch dazu mehr später.