(Geo-)grafische Navigation
10. April 2007 um 09:53 UhrDie Entwicklung von Schnittstellen zur Nutzung von Geodaten schreitet rasant voran und obwohl ich die Thematik nur am Rande verfolge habe ich jede Menge Ideen, was man damit alles umsetzen könnte.
Ein Angebot ist www.communitywalk.com, welches ich für einen kleinen Versuch nutzte.
Vorteile: Man kann Fotos individueller Größe auf bereit gestellten Webspace uploaden, außerdem sind Symbole (Pins) editierbar. Ebenfalls schön die Funktion, einzelne Punkte zu einer Strecke (im Beispiel eine Rundtour) zu verbinden. Nachteile
Nachteile: Die Ladezeit der Fotos im Browser ist relativ hoch. Für die Routendarstellung wird zunächst nicht das Kartenmaterial verwendet, sondern quasi in Luftlinie gezeichnet. Allerdings kann man die Fahrtroute zu einzelnen Pins(=Zielen) per Google Maps in einen zweiten Browserfenster berechnen und anzeigen lassen.
Eine weitere Möglichkeit bietet Google nunmehr selbst: Die Generierung eigener Karten, basierend auf dem Datenmaterial von Google Maps. Was damit möglich ist, wollte ich einmal testen. So habe ich die Fotoroute vom obigem Beispiel nochmals per Google umgesetzt.
Vorteile: Die Ladezeiten sind spürbar schneller. Es wird direkt das Google-Datenmaterial genutzt.
Nachteile: Routen lassen sich zZ damit nicht erstellen, auch ist die Fotogröße (Darstellung) vorgegeben.
Fazit: Meiner Meinung nach sind diese Funktionen – die sicher von diversen Anbietern noch erweitert werden – sehr interessant, ermöglichen sie doch, dass Internet auf eine andere Art und Weise zu nutzen. Dazu bedarf es nur entsprechender Ideen. Ein kleines Beispiel, wie dies in der Praxis aussehen kann, habe ich einmal anhand eines Möbelhauses online gestellt.
Das ist zunächst nur eine kleine Demonstration. Und die Zweckentfremdung der Google-Funktionen führt teilweise zu sinnbefreiten Kuriositäten. Wie zum Beispiel die Möglichkeit, sich die Fahrtroute vom Wohnzimmer in die Küche berechnen zu lassen
Aber zumindest lässt das Beispiel erahnen, was möglich ist. Ich denke an “meinen” Moselwinzer, dessen Weine ich den einzelnen Weinbergen zuordnen kann. Ich denke an touristisch reizvolle Bahnstrecken, die fotografisch dokumentiert werden können. Oder an thematische Tagestouren zu Fuss, mit Rad oder Auto, bei denen Gastronomie, Ausstellungen, Museen etc. präsentiert werden können. Kurzum: Die grafische Navigation unter Verwendung von Geodaten bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die genutzt werden wollen. Ich bleibe am Thema…